Beeinflussung und Rhythmus

Ich gestehe, ich bin nicht unbedingt der Frühaufsteher. Meine Katzen aber schon… Sie fordern morgens ihr Frühstück ein – und das meist ziemlich lautstark. Nachdem sie „abgefüttert“ sind, werden sie aktiv. Gerade die beiden Kleinen toben dann über alle Etagen – also nichts mehr mit Ruhe am Morgen.
Aber das ist gar nicht schlimm… Es ist doch vielmehr so, dass man sich als Mensch immer irgendeinem Rhythmus anpasst. Da sind die Jahreszeiten, die Tageszeiten, das Wetter, das Klima, und, und, und…
Ich merke, dass ich mich in vielen Dingen gern anpasse. Passende Kleidung ist ein „Muss“, aufstehen, um meinen mir anvertrauten Lieblingen Frühstück zu geben ist ein Liebesbeweis, die Natur in den Jahreszeiten zu betrachten ist ein Wunder.
Anders ist es bei verschiedenen Meinungen und Vorstellungen. Ich bin froh, meine eigenen Meinungen bilden und manche Vorstellungen und Wünsche in die Tat umsetzen zu können. Und das ist ein Gedanke, der mich begleitet: Ist die Beeinflussung, heute als Beispiel meine Katzen, für mich eine Einschränkung oder eine Bereicherung? Was beeinflusst mein Leben? Was sehe ich dabei als „störend“ und was als „das ist halt so!“ oder „das mach ich gerne!“?
Für alles im Leben gibt es drei Befindlichkeiten: Das stört mich (negativ), das kann ich nicht ändern (neutral), das macht mir gar nichts aus (positiv).
Wichtig ist mir: Kann ich das, was mich stört ändern? Wenn nicht, kann ich damit leben, ohne in Resignation zu verfallen? Wie bekomme ich den nötigen Abstand zu Dingen, die mich stören, ich aber nicht ändern kann? Oder: Wie kann ich die Dinge, die mich stören positiv sehen?
Ihre Gemeindereferentin Sabine Reisacher
